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German Page Manila

- Philippines -


Meinungen zum Interview

Comments on the interview

Bitte teilen Sie uns tatkräftig Ihre Meinung mit.....

Dem kann ich nur 100% zustimmen, da ich weiß, wie sehr Jürgen Warnke im Tourismus engagiert ist. Allerdings scheint mir seine Ansicht über das Gewicht des Tourismus an der Gesamtwirtschaft etwas übertrieben. Noch ist es ja so, dass ca. 99% aller anwesenden Menschen auf den Philippinen Filipinos sind, die 3 Mal pro Tag essen müssen, transportiert werden wollen, deren Kinder zur Schule gehen etc. Damit meine ich, dass demnach auch ca. 99% der Wirtschaftsleistung direkt oder indirekt mit den Bedürfnissen der einheimischen Bevölkerung zu tun hat. Ich habe kürzlich gelesen, dass auf Mallorca während der Saison mehr Touristen als Einheimische anwesend sind. Trotzdem ist der Lebensstandard dort eher unterhalb des Gesamtniveaus in Spanien. Noch krasser ist es wohl in der Dominikanischen Republik, deren Bevölkerung seit Einführung des All Inclusive Tourismus einen Rückgang des allgemeinen Lebensstandards zu verzeichnen hat. Vermutlich hat das etwas mit Billigtourismus zu tun. Entgegengesetzte Beispiele sind die Bahamas oder Mauritius, wo gezielt auf zahlungskräftige Touristen gesetzt wird. Wie auch immer, diese Zeilen sollen keinesfalls als Kritik bewertet werden, denn offenbar gibt es unter all den vielen Genies auf der Welt noch niemanden, der das Patentrezept zur Armutsbekämpfung gefunden hat...

Mit freundlichen Grüßen aus Hamburg,

Jochen Binikowski

website: http://www.buddel.de

e-mail: Binikowski@aol.com


Tolle Sache....... gefällt mir.........

Schöne Grüße vom Starnberger See

Volker Hagen


Sehr geehrte Redaktion,

hiermit möchte ich einmal zu dem Interview mit Herrn Warnke Stellung nehmen. Vorweg aber möchte ich nicht versäumen zu erwähnen, daß mir Ihre Informationsseite im besser gefällt und ich immer öfter mich dort einklinke, um informiert zu werden und zu bleiben, was hier nicht immer ganz einfach und in der Vergangenheit äußerst schwierig war. Also nur weiter so bitte und kein Blatt vor den Mund nehmen!! Nun zu meinem Kommentar.

Hinsichtlich der ca. 2,2 Mill. Touristen, die angeblich jedes Jahr oder letztes Jahr auf die Philippinen kamen, kann ich nur sagen, daß dies in Zahlen wohl stimmen mag, aber effektiv wohl nicht korrekt ist, denn die Tourismussekretärin hatte verschwiegen, daß hiervon ca. 50% sogenannte Balikbayans sind, also im Ausland lebende Filipinos, die ich persönlich nicht als vollwertige Touristen zählen kann, auch enthält die oben genannte Summe einen gewissen Prozentsatz an OCW's (Overseas Contract Workers) die ebenso mitgezählt werden. Die inkompetente Regierung und die diversen Dramen, die in den Medien stetig erwähnt werden, machen den Tourismus weiterhin kaputt. Auch die Ausländer, die hier in diesem Sektor tätig sind kriegen dies vermehrt zu spüren. Manchmal kann man sogar einen gewissen Ausländerhaß bei der Bevölkerung feststellen, der ggf. dem "Normaltouristen" verborgen bleibt. Solange der Ignorranz und Intolerance, die in diesem, ansonsten so schönen Lande, leider in Großbuchstaben geschrieben werden, nicht Abhilfe geschaffen wird, wird sich nicht viel zum Besseren ändern, eher das Gegenteil. Hinsichtlich der IT's, die erwähnt wurden, so kann man nur hoffen, daß die Filipinos, die in die diversen Länder gehen werden nicht zu der Sorte gehören, wie der junge Mann, der den "Lovebug" kreiert hat und nicht einmal bestraft wurde dafür, es sei denn etliche Jobangebote von großen Firmen, u.a. auch aus den USA, werden als "Bestrafung" angesehen, da er ja "nur" Schaden in Milliardenhöhe angerichtet hatte.

Mit den besten Wünschen und Grüßen auf weiterhin gutes Gelingen bei der Homepage Gestaltung verbleibe ich

Hochachtungsvoll

Thomas Klenke

website: http://members.tripod.com/azul.casa

e-mail: Casa-de-Azul@gmx.net


Leserbrief zu J. Warnke:

Die Ansichten des Herrn Jürgen Warnke über das (Reise)Land Philippinen sind höchst interessant. Wir haben selten zuvor eine Stellungnahme zu diesem Thema gefunden, die professioneller und stichhaltiger war. Bedauerlich ist nur, daß wir hier wieder einmal mit dem üblichen philippinischen Problem konfrontiert werden: es liegt eine klare Erkenntnis darüber vor, was im Lande nicht stimmt. Und was dagegen getan werden KÖNNTE. Dennoch wird nichts getan.

Hierfür gibt es einen Begriff, der einen Teil des Dilemmas treffend beschreibt und den die Philippinen weltweit für sich geprägt haben: NINGAS KUGON.

Obwohl wir den Bericht von Herrn Warnke von der ersten bis zur letzten Zeile befürworten, sind wir dennoch der Ansicht, daß gewisse Punkte nicht die tatsächlichen Sachverhalte treffen. Da wird beispielsweise gefragt, ob das Reiseland Philippinen zu teuer sei. Das darauf folgende Statement von Herrn Warnke ist okay. Aber bei seinem Vergleich mit Thailand hat er einen Faktor vergessen, der nach unserem Dafürhalten sehr wichtig ist: nämlich a:) die erbärmliche Wahrheit um die Währung und b:) die nicht minder bedenkliche Verhaltensweise der philippinischen Hoteliers angesichts der mehr als 12-monatigen Tourismusflaute.

Zu a:) Fakt ist, daß die Preise für Philippinen-Reisen in den vergangenen zwei Jahren unerhört gestiegen sind. Sicherlich ist diese Situation hauptsächlich auf den starken Dollar-Kurs zurückzuführen. Aber weshalb tun sich die Filipinos so schwer, zu ihrem eigenen Land, ihrer eigenen Identität und ihren eigenen Produkten (incl. Währung!) zu stehen? Weshalb bieten sie ihre touristischen Dienstleistungen in US-Dollar an statt in Peso?

Sicherlich steht die Angst vor Verlusten im Vordergrund. Aber wenn kein Reisegast wegen der Kostenexplosion kommt, fallen diese Verlust im Endeffekt noch viel höher aus.

Die Thai-Touristiker stehen zu ihrer eigenen Währung und bieten (abgesehen von sehr, sehr wenigen Ausnahmen) ihre touristischen Leistungen in Thai-Baht an. Und daß es funktioniert, läßt sich allein schon an dem 10-fach (!) höheren Besucheraufkommen erkennen. Es ist nicht korrekt, daß ein Land wie die Philippinen unbedingt am Dollar-Kurs gebunden sein muß. Daß es auch anders geht, beweist Thailand seit je her. Aber wie schon gesagt: dies es Thema ist sicherlich auch eine Identitätsfrage.

Sorry, aber allmählich beginnt es den deutschen Philippinen-Veranstalter zu nerven, wenn die ständigen Preissteigerungen mit dem "hohen Dollarkurs" erklärt werden. Nach dem Motto: "Wir haben doch gar nicht erhöht. Es ist lediglich der gestiegene Kurs, der die Preise bei Euch in Deutschland so teuer aussehen läßt."

Hier ist der Anbieter auf den Philippinen gefragt, der endlich erkennen möge, daß es an der Zeit ist, neue Wege der Kunden(Veranstalter)bindung zu beschreiten. Und wenn es auch nur die Nutzung der landeseigenen Peso-Währung ist. Wir leben inzwischen nun 'mal in einem ehemaligen Wirtschaftswunderland, in dem sich alles nur noch über den - möglichst günstigen - Preis verkauft. Die Zeiten des Überflusses, in denen sich jeder nahezu alles leisten konnte, sind längst vorbei. Den potentiellen Kunden interessiert es nicht, aus welchem Grund die Reise auf die Philippinen so teuer geworden ist. Es wird ihm äußerst leicht gemacht, sich rasch umzuorientieren...und ins 3 Stunden nähere Thailand zu fliegen.

Zu b:) Bedauerlicherweise ist der geschäftliche Sachverstand vieler philippinischer Hoteliers so gering ausgeprägt, daß sie seit dem ersten Geiseldrama im vergangenen Jahr versuchen, den Mangel an Kunden durch höhere Preise wieder auszugleichen. Ja, so etwas gibt es tatsächlich...und nicht einmal besonders selten. Und dann wundern sie sich auch noch, weshalb anschließend überhaupt keiner mehr kommt.

Herr J. Warnke versucht sich in einer Prognose über das Reiseland Philippinen. Er schreibt, daß ab 2004 mit einem starken Wachstum zu rechnen sei, und Palawan werde das Reiseziel Nr. 1 werden. Hier stellt sich die Frage: wann hat das Interview stattgefunden? Vor oder nach der diesjährigen und erneueten Abu Sayyaf-Aktion im Mai? Vor oder nach der Streichung des Reiselandes Philippinen aus vielen deutschen Veranstalter-Katalogen?

Wir wünschen uns, daß die positive Mutmaßung Herrn Warnkes zutrifft (nicht zuletzt auch in unserem eigenen Veranstalter-Interesse). Angesichts von nunmehr 80 % Besucherrückgang und zunehmenden Hotelkonkursen befürchten wir jedoch, daß die Wirklichkeit sehr viel anders aussehen wird. Schon im vergangenen Jahr lautete unsere eigene Prognose: es wird schätzungsweise 6 - 8 Jahre dauern, bis das Reiseland-Philippinen auf dem gleichen Stand sein wird wie vor der Geiselnahme. Diese Einschätzung hat jedoch nicht den fatalen Umstand berücksichtigt, daß inzwischen eine weitere Geiselnahme erfolgt ist.

- Wie lange wird es jetzt wohl dauern?

Mit etwas gutem Willen (und einem kleinen bißchen Zynismus; sorry) läßt sich dieses Problem auch positiv bewerten: bedingt durch den Besucherschwund haben die philippinischen Hoteliers, Dienstleister und nicht zuletzt auch DOT und Regierung nun endlich, endlich einmal die Gelegenheit, in Ruhe für eine funktionierende touristische Infrastruktur zu sorgen. Unbehelligt von den Touristen, die sich über die Begleiterscheinungen der Wandlung gestört fühlen könnten.

Leider hat Herr Warnke vergessen, über einen Punkt zu sprechen, der existentiell wichtig sein sollte: nämlich die Zusammenarbeit zwischen philippinischen Hoteliers und ausländischen Reiseveranstaltern. Denn einen wahrhaft lebensfähigen Philippinen-Tourismus sehen wir in dem 100%ig funktionierenden, partnerschaftlichen Verhalten der ansässigen Hoteliers und Dienstleister. Leider müssen wir mitunter feststellen, daß es mit Zuverlässigkeit, Verantwortung und Pflichtbewußtsein nicht besonders weit her ist. Ein zukunftsorientierter Tourismus kann nur dann entstehen, wenn auch das parnerschaftliche Vertrauensverhältnis zwischen den in- und ausländischen Partnern gewährleistet ist.

Beispiel: vor ungefähr drei Jahren hatten wir vier Reisegäste für Club Paradise auf Dimakya Island / Nord-Palawan. Wir haben das ausdrückliche und schriftliche Angebot von Club Paradise angenommen, für diese Kunden den Inlandflug an / ab Coron abzuwickeln. Dies hat Club Paradise dann auch getan und den Hin- und Rückflug bei Pacific Air in Auftrag gegeben.

Das Resultat: der Rückflug hatte eine 5-stündige Verspätung. Die Reisegäste haben ihren Heimflug verpaßt und in Manila ein neues Oneway-Ticket mit Cathay Pacific gebucht. Die Zusatzkosten beliefen sich auf solze 8.000,- DM. Diese Summe, die wir nicht verschuldet hatten, mußten wir gemäß Gerichtsbeschluß an die Kunden zurückerstatten.

Wir haben uns an Pacific Air gewandt und um Entschädigung ersucht. Die Fluggesellschaft hat es sich jedoch einfach gemacht und darauf verwiesen, daß wir als Auftraggeber nicht bekannt seien. Daher konnten wir auch keine Forderungen stellen. Das ist korrekt. Also haben wir Club Paradise, den tatsächlichen Auftraggeber, um Wiedergutmachung des Schadens gebeten. Denn allein Club Paradise steht nach wie vor in der Verantwortung für den Auftrag und die Schadensregulierung.

Und genau hier setzt das bereits erwähnte Problem ein: ein Veranstalter, der Kunden und Geld bringt, ist bei den philippinischen Hoteliers gern gesehen. Wenn es aber darum geht, Verantwortungsbewußtsein zu demonstrieren, dann erinnert man sich im Reiseland Philippinen nicht mehr an Pflicht und zuverlässige Partnerschaft. Unnötig zu erwähnen, daß wir von Club Paradise niemals einen einzigen Peso der Wiedergutmachung gesehen haben. Ebenso unnötig zu erwähnen, daß Club Paradise nicht einmal auf unseren Vorschlag eingegangen ist, zumindest a:) einen Teil (!) des verursachten Schadens mitzutragen oder aber b:) eine Verrechnung mit zukünftigen Hotelbuchungen zu akzeptieren.

Club Paradise und sein Inhaber, Herr J. Warnke, bieten nach wie vor ihren ganz besonderen Service an: nämlich die Inlandflüge von Manila nach Coron und retour. Aber wehe dem Kunden und Veranstalter, es geht 'mal wieder etwas schief. Dann sieht das viel gepriesene Urlaubspotential des Reiselandes Philippinen plötzlich nicht mehr so nett aus. Weil die Kunden von Club Paradise ganz plötzlich mit ihren Problemen und dem finanziellen Schaden allein dastehen.

ASIA holiday / Philippines expert

Sven O. Kassau

Geschäftsführer

E-Mail: ASIAholiday@cs.com

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