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Dieser Mann ist nicht mehr tragbar für Europa

This man is no longer acceptable for Europe

DONNERSTAG 26.10.2000 / 15:48

 Euro fällt weiter: Duisenberg hält sich bedeckt

Der Euro setzt seinen freien Fall fort. Im Laufe des Tages erreichte er mit 0,8246 US-Cent ein neues Rekordtief. Damit kostete der Dollar mehr als 2,37 (2,36 Mark). Am frühen Nachmittag wird er jetzt knapp darüber notiert. Führende Kreditinstitute in Deutschland erwarten deshalb bald eine Intervention der Europäischen Zentralbank zu Gunsten der angeschlagenen Gemeinschaftswährung. Nachdem aber schon der jüngste Eingriff vor einem Monat fehlschlug, sind die Erwartungen an die EZB-Operation am Devisenmarkt eher gering.

Frankreichs Finanzminister Laurent Fabius fordert unterdessen mehr Zusammenarbeit unter den Mitgliedsländern des Euroraums. Es liege im Interesse aller Euro-Länder, die Zusammenarbeit in der Fiskalpolitik und anderen Wirtschaftspolitikfeldern auszubauen, sagte Fabius am Donnerstag in Paris.

Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Wim Duisenberg, sieht Gefahren für die Preisstabilität immer noch nicht gebannt. Die gesamtwirtschaftliche Inflation im Raum der Gemeinschaftswährung könnte »länger als erwartet über zwei Prozent bleiben«, sagte Duisenberg am Donnerstag in Berlin beim Festakt zum 75-jährigen Bestehen der Internationalen Handelskammer Deutschland.

Die Geldpolitik könne zwar die derzeitigen Entwicklungen von Ölpreisen und Wechselkursen nicht kurzfristig kurieren. Die EZB sei aber in der Pflicht, mittelfristigen Druck auf die Preise zu dämpfen. Das wichtigste Instrument dazu sei die »Kontrolle über kurzfristige Zinsen«, sagte Duisenberg.

Die Zentralbank habe ihre Zinssätze seit November 1999 schrittweise um insgesamt 225 Basispunkte angehoben. »Durch die vorausschauende Reaktion auf Gefahren für die Preisstabilität können spätere drastische Erhöhungen der Zinssätze und ausgeprägte Schwankungen der Wirtschaftsaktivität vermieden werden.« Über Möglichkeiten weiterer Notenbank-Interventionen zu Gunsten des Euro sprach Duisenberg nicht.


Donnerstag 26. Oktober 2000, 09:19 Uhr

 Euro fällt zum Dollar auf Rekordtief

Frankfurt (Reuters) - Der Euro ist am Donnerstag im frühen europäischen Handel gegen den Dollar auf ein Rekordtief gefallen. Die Gemeinschaftswährung fiel im frühen europäischen Geschäft zeitweise auf Kurse unter 0,8240 Dollar. Händler sagten, am Markt gehe die Angst vor einer neuerlichen Intervention zugunsten des Euro weiter zurück. Diese Einschätzung habe die Währung bereits am Vortag auf neue Tiefststände gedrückt und der Trend setze sich nun fort. "Ich erwarte keine gemeinsame Intervention der G7-Notenbanken", sagte eine Analystin London. Dies sei aber derzeit das einzige, was den Euro stützen könne.

Im weiteren Handelsverlauf konnte sich die Gemeischaftswährung nur wenig erholen. Gegen 09.15 Uhr MESZ notierte der Euro mit Kursen um 0,8241/46 Dollar. Auch gegen den Yen notierte der Euro schwach. Die Gemeinschaftswährung testete die Marke von 89 Yen. Analysten halten das Erreichen eines historischen Tiefstandes ebenfalls für möglich.


Montag 16. Oktober 2000, 18:46 Uhr

HINTERGRUND: Euro-Schwäche wird "Mr. Euro" angekreidet

- Von David Crossland -

Frankfurt (Reuters) - EZB-Präsident Wim Duisenberg lässt sich zwar schon mal "Mr. Euro" nennen, aber von Zeit zu Zeit schaden seine Aussagen der angeschlagenen Gemeinschaftswährung mehr als sie nützen. Der für seine klaren Aussagen bekannte oberste Repräsentant der Europäischen Zentralbank (EZB) verwirrte am Montag die Devisenhändler und ließ den Euro mit seinen Äußerungen nahe seines Rekordtiefs vom 20. September bei 84,40 Cents fallen. Durch seine Aussagen dämpfte Duisenberg unabsichtlich Spekulationen über weitere mögliche Interventionen der Notenbanken. Die Furcht der Märkte vor einem erneuten Eingreifen der Währungshüter hatte den Euro seit der ersten Intervention am 22. September stabilisiert. Mit seiner Äußerung habe Duisenberg der Interventions-Drohung nun die Spitze genommen, sagten Händler.

In einem Gespräch mit der Londoner "Times" hatte Duisenberg signalisiert, dass die sieben führenden Industriestaaten (G-7) nicht zu Gunsten des Euro intervenieren würden, wenn die Nahost-Krise einen deutlichen Kursrückgang bewirken sollte. Es sei nicht angebracht, in die Märkte einzugreifen, wenn externe Ereignisse wie der Krieg im Nahen Osten zu extremen Wechselkursschwankungen führen sollten.

Angesichts der akuten Nahost-Krise wurden Duisenbergs Aussagen als Versuch gewertet, die Aussichten auf eine mögliche Intervention zu dämpfen. Devisenhändlern zufolge ist das ein Kardinalfehler, da so das Überraschungselement als das Erfolgsgeheimnis einer Zentralbankintervention verloren geht. Duisenberg habe deshalb die Bemühungen der EZB untergraben, den Euro zu stabilisieren. Seit ihrer Einführung hat die Gemeinschaftswährung mehr als 25 Prozent an Wert verloren. Die jüngsten Aussagen Duisenbergs werfen Händlern und Analysten zufolge außerdem ein Schlaglicht auf die latenten Kommunikationsprobleme Duisenbergs mit den Märkten. "Das war der größte Fehler, den man machen kann", sagte Hans-Günter Redeker, Volkswirt bei Chase Manhattan (Frankfurt: 850628.F - Nachrichten). "Es ist kein Wunder, dass der Euro unter Druck ist". Die EZB sei nun in einem Dilemma, denn die Kapitalabflüsse aus der Euro-Zone hielten an und die Waffe der Intervention sei stumpf geworden. Ein Händler eine amerikanischen Bank stimmte zu: Die EZB kämpfe um die Zukunft des Euro und dürfe deshalb nichts ausschließen. Man müsse den Markt immer im Ungewissen lassen. "Aber das war als hätte man gesagt, der Euro soll verkauft werden". Manche Volkswirte halten den designierten Nachfolger Duisenbergs, den französischen Notenbankpräsidenten Jean-Claude Trichet, für geschickter im Umgang mit den Finanzmärkten. Duisenberg war im vergangenen Jahr bereits schwer unter den Beschuss der Märkte geraten, die ihm vorhielten, er habe sie zur Haltung der EZB zum Euro verwirrt. Im April 1999, als der Euro noch deutlich mehr als ein Dollar kostete, fiel der Kurs ebenfalls nach Äußerungen Duisenbergs. Die Haltung der EZB sei von "wohlwollender Vernachlässigung" (benign neglect) bestimmt, hatte die Aussage des EZB-Präsidenten gelautet, die er später wieder zurücknahm.

Ein führender europäischer Notenbanker meinte im vergangenen Jahr, Duisenberg fehle das Gespür für die Auswirkungen seiner Kommentare auf die Finanzmärkte. Doch er lerne dazu, fügte er hinzu.


Montag 16. Oktober 2000, 11:17 Uhr

Euro: Duisenberg verbrennt sich den Mund

von: Kai Barbey

Die Aussagen des EZB-Präsidenten Wim Duisenbergs, dass die G7-Staaten nicht zu Gunsten des Euro intervenieren würden, falls der Nahost-Konflikt einen deutlichen Kursrückgang des Euro bewirken sollte historie, haben den Euro-Kurs belastet.

Mit einem Umtauschwert von 0,8517/20 Dollar am frühen Vormittag ist die Gemeinschaftswährung auf den niedrigsten Stand seit dem 21. September gefallen und damit nur noch weniger als einen Cent über seinem Allzeit-Tief von rund 0,8440 Dollar entfernt. Sollte sich der Euro dieser Marke noch weiter nähern, sind Interventionen trotz der gegenteiligen Duisenberg-Aussagen höchst wahrscheinlich.


Montag 16. Oktober 2000, 15:09 Uhr

Duisenberg hält volle Amtszeit für unwahrscheinlich

London - Der Präsident der Europäischen Zentralbank, Wim Duisenberg, bezweifelt, dass er angesichts seines Alters volle acht Jahre an der Spitze der Bank stehen wird. In einem Zeitungsinterview mit der «Times» bestritt er jedoch, dass es bezüglich seiner Nachfolge eine «stille Vereinbarung« mit Frankreich gegeben habe. Seit der Ernennung Duisenbergs im Mai 1998 halten sich Gerüchte, dass der Präsident der französischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, Duisenberg nach vier Jahren ablösen will.


Montag 16. Oktober 2000, 14:33 Uhr

Duisenberg-Aussagen drücken Euro auf Drei-Wochen-Tief

Frankfurt, 16. Okt (Reuters) - Aussagen von EZB-Chef Wim Duisenberg und die Erholung an den US-Aktienmärkten haben den Euro am Montag auf ein Drei-Wochen-Tief zum Dollar von knapp über 85 US-Cents gedrückt. Duisenberg hatte in einem Zeitungs-Interview signalisiert, die sieben führenden Industrienationen (G-7) würden nicht zu Gunsten des Euro intervenieren, falls der Nahost-Konflikt einen deutlichen Kursrückgang der Währung bewirken sollte. Händler schlossen dennoch ein Eingreifen der Notenbanken im Falle weiterer Kursverluste des Euro nicht aus. Zudem könne es im Wochenverlauf an der Wall Street angesichts der bevorstehenden Quartalszahlen mehrerer US-Unternehmen zu einer erneuten Aktien-Schwäche kommen, was dem Euro wiederum Auftrieb verleihen könnte.

Gegen 13.45 Uhr MESZ notierte der Euro mit 0,8511/16 Dollar weniger als einen Cent über seinem am 20. September erreichten Allzeittief von rund 0,8440 Dollar. Im Referenzkursverfahren Öffentlicher Banken wurde der Euro mit 0,8508 Dollar nach 0,8648 Dollar am Freitag festgestellt. Damit kostete ein Dollar umgerechnet 2,2988 DM. Duisenberg hatte auf die Frage der Londoner "Times" (Montagsausgabe), ob es für Zentralbanken sinnvoll sei, zu intervenieren, falls ein Krieg im Nahen Osten starke Wechselkursschwankungen auslöse, gesagt: "Ich glaube nicht." Ein Händler einer US-Bank sagte, dies bedeute praktisch, es sei sicher, den Euro zu verkaufen.

Andere Händler bezweifelten, ob Duisenberg sich der Dimension seiner Aussagen bewusst sei. Zwar hätte der EZB-Chef die Wahrscheinlichkeit einer Intervention verringert, es sei dennoch mit weiteren Stützungskäufen zu rechnen, sollte der Euro seine Verluste zügig ausbauen. "Wir können nicht ausschließen, dass sie (Notenbanken) wieder intervenieren", sagte ein Händler in London.

Händler warnten unterdessen davor, dass die Erholung der Aktienmärkte möglicherweise nur von kurzer Dauer sei. Im Falle enttäuschender Quartalszahlen seitens der US-Unternehmen im Verlauf der Woche könne es erneut zu Kursverlusten an der Wall Street kommen. Zahlreiche Gewinnwarnungen hatten die US-Börsen in der vergangenen Woche bereits stark belastet. Am Freitag hatte sich der technolgielastige Nasdaq-Index jedoch wieder von seinem Jahrestief erholt und mit 7,87 Prozent im Plus geschlossen. Der Dow-Jones-Index der 30 führenden Industriewerte hatte mit 1,57 Prozent im Plus geschlossen. Wenig beeindruckt zeigte sich der Euro am Montag von den stärker als erwartet ausgefallenen Produktionsdaten aus Italien. Die Industrieproduktion ist den Angaben zufolge im August gegenüber dem Vormonat um 1,2 Prozent und zum August 1999 um 7,9 Prozent gestiegen. Volkswirte hatten nur mit einem Monatsanstieg von 1,0 Prozent und einem Jahresanstieg von 4,7 Prozent erwartet.

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